Neuerscheinung
 
 

TAGEBUCH DER BERLINER BLOCKADE
Von Schwarzmarkt und Rollkommandos, Bergbau und Bienenzucht

 

Eines der willkommensten Geräusche in den Monaten der Blockade vom Juni 1948 bis zum Mai 1949 war für die Berliner zweifellos das Geräusch der Flugzeugmotoren, das signalisierte: die Luftbrücke funktioniert. Die Blockade der Berliner Westsektoren war zwar in erster Linie der politische Versuch der Sowjetunion, die westlichen Alliierten aus der Stadt zu vertreiben und Berlin zur Gänze in ihr Herrschaftsgebiet einzuverleiben, doch zu leiden hatten darunter die Menschen, und wie fast immer bei politischen Konflikten vor allem Kinder, Alte und Kranke.

Das "Tagebuch der Blockade" gibt einen Einblick in die Realität der deutschen Hauptstadt in einer schwierigen Zeit, die von den Leistungen der alliierten Piloten ebenso geprägt war wie von Schwarzmarkt und Hamsterfahrten, von Stromsperren und der Suche nach Braunkohlevorkommen im Stadtgebiet. Die Versuche der SED, mit Rollkommandos und Terror die Macht in ganz Berlin an sich zu reißen, waren ebenso Bestandteil des Alltags wie ein fast "normales" kulturelles Leben mit zahlreichen Film- und Opernpremieren, Sportveranstaltungen und der Sorge um Bienenvölker, für deren Winterfütterung Zucker besorgt werden musste.

In den elf Monaten der Blockade haben die Berliner unter widrigsten Umständen bewiesen, dass sie vor allem eines sind: Überlebenskünstler.
Cover des Buches: Tagebuch der Berliner Blockade - Von Schwarzmarkt und Rollkommandos, Bergbau und Bienenzucht
Paperback, 241 Seiten mit zahlreichen Fotos;

Bouvier, Bonn 1998
ISBN: 3-416-02808-2