Neuerscheinung
 
 

MARTIN BORMANN

Hitlers Vollstrecker

 

Martin Bormann, erst Stabsleiter beim „Stellvertreter des Führers“ Rudolf Heß, dann Leiter der Partei-Kanzlei der NSDAP im Rang eines Reichsministers und Privatsekretär Hitlers, verfügte im NS-Staat über eine ungeheure Machtfülle. Kurz vor seinem Selbstmord lobte Hitler ihn als »treuesten Parteigenossen«. Doch dann verlor sich Bormanns Spur. Erst die Suche nach dem Verschwundenen hat ihn bekannter gemacht, als er zu Lebzeiten war.

Bormann war einer der am meisten gefürchteten NS-Funktionäre. Gefürchtet wurde er aber weniger vom Volk, das kaum seinen Namen kannte, als vielmehr von Ministern, Gauleitern, Beamten, Richtern und Generälen. Bormann stand nicht im Rampenlicht, entschied aber über das Schicksal von Millionen Menschen ‒ Christen, die Konservative, Intellektuelle, Slawen, Juden. Er identifizierte sich mit Hitlers Vorstellungen von Rassenpolitik, Judenvernichtung, Zwangsarbeit und machte sich als Vollstrecker für die Detail- und Schmutzarbeit unentbehrlich. Zwar leistete er zur Ideologie der Partei keinen Beitrag, aber als zwanghafter Bürokrat steuerte er den Apparat des Terrors und der Verbrechen derart effektiv, dass er zum heimlichen Herrscher Deutschlands wurde.

 

Zu den Rezensionen

 

Martin Bohrmann - Hitlers Vollstrecker
374 Seiten, ca. 20 Schwarz-Weiß-Abbildungen

Boehlau-Verlag
ISBN 978-3-412-20942-1

www.boehlau.de