Neuerscheinung
 
 

ICH HABE KEINE HOFFNUNG MEHR
Soldatenbriefe aus Russland 1942-1943

 

55 Jahre nach Kriegsende begegnen die beiden Söhne Heinrich Hoffmeiers nach dem Tod der Mutter erstmals ihrem Vater - in Form von Feldpostbriefen aus den Jahren 1942 und 1943, die Heinrich Hoffmeier seiner Halbschwester Henriette geschickt hatte. Die Existenz dieser Briefe war den Söhnen bis dahin unbekannt. Aus den eher verdrängten Gesprächen mit der Mutter hatten sie sich nur ein unzureichendes Bild ihres Vaters machen können. In den Briefen an die Halbschwester reflektiert der Soldat Heinrich Hoffmeier ungeschminkt und offen seine Situation, die schließlich in der Erkenntnis gipfelt: "Ich habe keine Hoffnung mehr ..."

In emotional bewegender Weise nimmt plötzlich der Vater für die Söhne in diesen Briefen Gestalt an: Ein Soldat, der dies nie hatte werden wollen, der in die schlimmsten Schlachten der Ostfront geschickt wird, entsetzliche Angst leidet und seine "Pflicht" nur mehr unter zunehmenden moralischen Skrupeln tut. Bis Dezember 1943 ein Brief, den ihm die Familie geschickt hatte, mit dem Vermerk zurückkommt: "Empfänger vermisst".

 

 

DIALOG ÜBER DIE GRENZEN

In diesem Dialog werden unter anderem Soldatenbriefe von Heinrich Hoffmeier und Erinnerungen an Gavriil Snitin veröffentlicht. Ergänzt werden sie durch Meldungen des Oberkommandos der Wehrmacht, der sowjetischen Armeeführung und durch Erinnerungen von Soldaten beider Seiten. So wird es möglich, die Legenden der Propagandisten und die Wirklichkeit voneinander zu trennen. Die Idee zu dieser deutsch-russischen Diskussionsplattform www.kriegskinder-im-dialog.de zeigt:

Die Söhne haben aus den Fehlern der Väter gelernt: Hass ist kein Weg zum Frieden..

 

 

Cover des Buches: Ich habe keine Hoffnung mehr - Soldatenbriefe aus Russland 1942-1943
Gebunden mit Schutzumschlag, 144 Seiten mit zahlreichen Fotos und Reproduktionen

edition q, Berlin 2004-07-04
ISBN 3-86124-580-9