Neuerscheinung
 
 

GEDICHTE FÜR HITLER
Die verrückte Begeisterung der Deutschen für Ihren Führer

 

Schon in den 1920er Jahren, besonders aber seit der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 fühlten sich Tausende Deutsche bemüßigt, ihre Begeisterung für den „Führer“ Hitler in Versform zu bringen. Ihre Gedichte sandten sie an die NSDAP,  an Reichskanzlei oder an das Propagandaministerium in Berlin. So entstand eine Sammlung von Hymnen, Oden, Sonetten und Balladen über die Person Hitlers oder über Ereignisse der Zeitgeschichte. Sie geben – handwerklich meist von miserabler Qualität – wichtige  Aufschlüsse über das Gefühlsleben und die Gedankenwelt ihrer Verfasser.
Volker Koop hat dieses bislang unbeachtete Quellenkorpus wiederentdeckt und ordnet die Gedichte - und die oftmals erhaltenen Begleitschreiben - in den zeithistorischen Kontext ein. Zugleich wirft dieses Buch einen Blick auf die ganz unterschiedlichen persönlichen Voraussetzungen und Motive der Verfasser. Die Bandbreite der Hobbypoeten und „Führer“-Apologeten umfasste sowohl Männer wie Frauen, Alte und Junge, NSDAP-Mitglieder und Nichtmitglieder.
Das Buch enthält eine Vielzahl von Original-Gedichten, die Zeugnis geben von dem psychologischen Ausnahmezustand  des Volkes der „Dichter und Denker“, das in der Zeit des Nationalsozialismus diesen Anspruch verwirkt hatte.

Cover des Buches: Gedichte für Hitler
ca. 236 Seiten, 19,95 Euro / 27,90 SFr / 20,60 € (A)
ISBN: 978-3-89809-104-6