Neuerscheinung
 
 

DAS SCHMUTZIGE VERMÖGEN
Das Dritte Reich, die IG Farben und die Schweiz

 

Die moralisch höchst fragwürdigen und bis an die Grenze Kriminellen reichenden Handlungen von Schweizer Institutionen und Banken, sich das Vermögen der IG Farben in den USA anzueignen versuchten, und die bis heute anhaltenden Vertuschungs- und Täuschungsmanöver werden in diesem Buch erstmals unter Auswertung bisher geheimer Akten der Bundesregierung unter Konrad Adenauer dargestellt. Die IG Farben, der einst weltweit größte Chemiekonzern, der 1926 aus einer Vielzahl von Chemieunternehmen - unter anderem der BASF - gebildet wurde, beschäftigte während des Zweiten Weltkriegs Zehntausende Sklavenarbeiter ganz in der Nähe des Todeslagers in Auschwitz. Eine gemeinsame Tochterfirma der IG Farben und der Degussa stellte das Giftgas Zyklon B her. Nach dem Ende des Krieges wurde die IG Farben durch Beschluss des Alliierten Kontrollrates aufgelöst. In den Nürnberger Prozessen sind Verantwortliche des Konzerns zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt worden, später fanden sich die meisten von ihnen an der Spitze westdeutscher Chemieunternehmen wieder. Die Schweizer Firma Interhandel steht im Mittelpunkt einer der politisch delikatesten Wirtschaftsaffären des 20. Jahrhunderts. Es ist unstreitig, daß dieses Unternehmen bis 1939 von der IG Farben völlig beherrscht wurde. Die Finanzholding wurde 1928/29 in Basel auf Initiative der IG Farben unter dem Namen IG Chemie mit einem Kapital von 290 Millionen Franken gegründet und war mit der deutschen Mutterfirma durch einen Options- und Dividendengarantievertrag aufs Engste verknüpft.

Ein grenzüberschreitender, transatlantischer Wirtschaftskrimi mit Täuschung und Tarnung, Nepotismus, Korruption, Fälschung, Lüge, Intrige und massiver Einschüchterung. Im Mittelpunkt eine Summe, die sich nach heutigem Wert auf drei Milliarden Franken beläuft.

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Cover des Buches: Das Schmutzige Vermögen - Das Dritte Reich, die IG Farben und die Schweiz

Gebunden mit Leinen-Schutzumschlag, 347 Seiten
ISBN 3-88680-811-4

Siedler, Berlin 2007
www.randomhouse.de/siedler