Neuerscheinung
 
 

DAS RECHT DER SIEGER
Die absurdesten alliierten Befehle in Nachkriegsdeutschland

 

Sieger haben immer Recht - Diese Erfahrung haben die Deut schen nach dem Zweiten Weltkrieg in vielfältiger Weise machen müssen. Militärisch geschlagen, sollten sie politisch umerzogen und zu Demokraten werden. Doch damit allein begnügten sich die neuen Machthaber oft nicht. Sie griffen in das Alltagsleben der Besiegten ein, wo immer das nur möglich war.

Die Menschen in Berlin und in der Sowjetischen Besatzungszone hatten plötzlich nach Moskauer Ortszeit aufzustehen und zu arbeiten. In der französischen Zone mussten die Deutschen per Deklaration den Besatzern "ehrerbietig" begegnen - Männer hatten zum Gruß den Hut abzunehmen. Amerikaner ließen Stadträte aus "erzieherischen" Gründen mit bloßen Händen Leichen umbetten.

Das Buch beschreibt anhand dieser Absurditäten eine Phase, in der die Alliierten einen rechtsfreien Raum betraten und teils - recht brachial - besetzten. Am Beispiel der unmittelbaren Nachkriegsgeschichte lässt sich exemplarisch die schmerzhafte Wandlung der Sieger zu Besatzern oder Beschützern nachzeichnen. Wenn sich auch mit Kriegsende die Teilung in eine westliche und eine östliche Einflusssphäre abzeichnete: Absurdistan war überall.
Cover des Buches: Das Recht der Sieger - die absurdesten allierten Befehle in Nachkriegsdeutschland
Gebunden mit Schutzumschlag, ca. 160 Seiten mit zahlreichen Dokumenten und Fotos

be.bra, Berlin 2004
ISBN 3-89809-049-3

www.bebraverlag.de