Neuerscheinung
 
 

AUSGEGRENZT
Der Fall der DDR-Grenztruppen

 

"Übergang Bornholmer Str. praktisch offen. Von Ost nach West Menschenstrom ‚wie Ameisen'. Grenzer haben sich zurückgezogen", so lautete die Meldung der West-Berliner Polizeidirektion 1 an die übergeordnete Dienststelle in der Nacht vom 9. zum 10. November 1989. In jener nasskalten Novembernacht des Jahres 1989, der so genannten "Nacht des Wahnsinns" und der Euphorie, endete die deutsche Nachkriegsgeschichte. Die Berliner Mauer, weltweites Symbol an der Trennlinie zweier unterschiedlich gewachsener Systeme, war gefallen.

Dieses Buch wendet sich mit seinen einzelnen Beiträgen eben dieser unnatürlichen Grenze zu. Anhand vieler Gespräche mit ehemaligen Grenzern unter Hinzuziehung interessanter Dokumente werden Einblicke in das ehemalige Grenzregime der DDR gewährt. Wie ist dieses Regime und der über 40-jährige "Ausnahmezustand" zu erklären? Wie konnte das funktionieren? Wie denken Beteiligte danach? Das Buch beschönigt nichts, weder die Schüsse an der Grenze noch die Leiden und Ängste der Menschen, die diese Grenze von Ost nach West überwanden. Es will nicht anklagen, sondern einen differenzierten Beitrag zur Aufarbeitung eines speziellen Teils der DDR-Geschichte leisten. Der Verlag war mutig genug, dieses sensible Thema anzupacken auch mit dem Wunsch, die heute noch vorhandenen oder neuen "Mauern in den Köpfen" zu überwinden.
Cover des Buches: Ausgegrenzt - Der Fall der DDR-Grenztruppen
Gebunden mit Schutzumschlag, 184 Seiten mit zahlreichen Fotos und Dokumenten (vergriffen)

Brandenburgisches Verlagshaus,
Berlin 1993
ISBN 3-89488-064-3