Neuerscheinung
 
 

ARMEE ODER FREIZEITCLUB?
Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse in der DDR

 

Die Nationale Volksarmee der ehemaligen DDR gehörte zu den hochgerüstetsten innerhalb des Warschauer-Vertrages. Glaubte man der öffentlichen Darstellung der SED, dann hatte es sich bei den Kampfgruppen der Arbeiterklasse in der früheren DDR um eine schlagkräftige Truppe gehandelt, die die vermeintlichen "sozialistischen Errungenschaften" gegen welchen Feind auch immer hätte schützen können. Tatsächlich aber hatten diese Kampfgruppen nur eine einzige Aufgabe: das diktatorische SED-Regime militärisch zu sichern und Unruhen und Demonstrationen im eigenen Land notfalls mit Gewalt zu unterdrücken.

Als Antwort auf den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 gebildet, sollte diese Partei-Armee, die in ihren Wurzeln und Aufgaben in Vielem an die SA des Dritten Reichs erinnert, durch ihre bloße Existenz als Instrument der Einschüchterung gegenüber der eigenen Bevölkerung dienen. Erst mit dem Ende der SED und DDR bestanden sie ihre wirkliche Bewährungsprobe: Völlig unspektakulär löste sich dieses "Schwert der Arbeiterklasse" auf und wurde Bestandteil deutscher Vergangenheit.

Das Buch mit zahlreichen bisher unbekannten Dokumenten erlaubt erstmals einen umfassenden Einblick in Struktur, Aufgaben sowie Kampfkraft und Einsatzbereitschaft dieser DDR-spezifischen Partei-Armee.

Cover des Buches: Armee oder Freizeitclub - Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse in der DDR
Gebunden mit Schutzumschlag, ca. 350 Seiten mit zahlreichen Dokumenten und Fotos

Bouvier, Bonn 1997
ISBN 3-416-02670-5