|
Gewinner
Er schreibt und schreibt Bestseller: Volker Koop legt jetzt schon sein 16. Buch vor. "Das Recht der Sieger" erzählt von absurden alliierten Befehlen im Nachkriegsdeutschland. Warum die Besiegten Brieftauben zählen, den Hut ziehen und Leichen mit bloßen Händen umbetten mussten.
BILD meint:Lesen! 30. September 2004
Flugverbot für Brieftauben
Koop führt informativ und kurzweilig durch ein "Absurdistan", das als Folge des von den Deutschen entfesselten Kriegs entstand. Die Heiterkeit dieser Tückschau ist kein selbstgerechtes Sich-Lustig-Machen. Ohne Anspruch auf eine Gesamtanalyse zu erheben, sieht die Skizze die oft seltsamen Befehle als Ausdruck einer ungewöhnlichen Situation. Enig nur noch im Wollen, Deutschland zu demilitarisieren und zu entnazifizieren, dabei aber längst gegenseitig in den machtpolitischen Interessen, kamen die westlichen und siowjetsichen besatzer zu keinen einheitlichen Regelungen für die Besiegten. Das Leben in Deutschland wieder in Gang zu bringen, eigene Rechtsvorstellungen zu etablieren, geschah auf allen Kommandoebenen bis in die Kommunen nach oft willkürlichem Ermessen. Viel Überdrehtesi, meint Koop, war der Unsicherheit geschuldet, wie die unterworfenen Deutschen sich verhalten würden. Mit der Erfahrung der Geschichte können wir heute darüber lächeln, dass vor 60 Jahren deutsche und amerikanische Gottesdienstbesucher nicht auf einer Kirchenbank sitzen durften.
Volker Müller, Berliner Zeitung, 27. Juni 2005
Die Pflege des Geschichtsbewusstseins ist die Pflege der Seele eines Volkes", betonte Minister Rudolf Köberle, der Bevollmächtigte des Landes Baden-Württemberg beim Bund. Das Buch "Das Recht der Sieger" sei keine Darstellung der großen Politik oder weltpolitischer Zusammenhänge, sondern vielmehr Schilderung und Beschreibung des bisweilen absurden Alltags. Es stelle einerseits die Nachkriegsrealität vor, die durch Not, Hunger, Schuld und Verzweiflung der "Stunde Null" in politischer, materieller und seelischer Hinsicht geprägt gewesen sei, andererseits greife der Autor einzelne Fälle von absurden Verordnungen, Erlassen und Befehlen der Alliierten sowie sich darauf beziehender deutscher Behörden auf. Die Stärken und Schwächen der Sieger und Besiegten, die Menschlichkeit der Befehlsgeber und Befehlsempfänger zeichne der Autor in faszinierender Weise nach
"Das mit Freude am Detail geschriebene Buch von Volker Koop lässt eine Zeit wieder aufleben, die wir gerne hinter uns haben, aber nicht vergessen dürfen", unterstrich Köberle.
Buchpräsentation in der Landesvertretung Baden-Württemberg
In der Stunde Null des Jahres 1945 sollte die deutsche Gesellschaft wieder in geordnete rechtliche Verhältnisse überführt werden.
Volker Koop beschreibt in diesem lesenswerten Buch absurde Verordnungen der Sieger. So sollten plötzlich in der sowjetischen Besatzungszone Berlins die Menschen nach Moskauer Ortszeit aufstehen und arbeiten...
Dresden-Report, 29. September 2004
|